Nach einer intensiven Vorbereitungs-/Probezeit und zwei Vorbereitungskonzerten war es endlich soweit und wir machten uns am Sonntag, 29. November 2004 auf den Weg an den Schweiz. Brass Band-Wettbewerb in Montreux.
Um 04.30 Uhr in den frühen Morgenstunden startete der Car in Flaach. Nach dem ãauflesenÒ von weiteren Musikantinnen und Musikanten bei den Raststätten Kempthal und Würenlos ging die Fahrt weiter bis zum Bahnhof Oensingen, wo wir auch noch unseren Dirigenten Christian Bachmann und seine Frau Regula ãaufnahmenÒ.
Nun waren wir soweit komplett und so ging die Fahrt weiter. Es wurde frischer Zopf und Kaffee serviert, damit die müden Geister langsam aber sicher geweckt wurden. Ausserdem gab es auch noch die super-feinen, selbstgebackenen Hefe-Schnecken von Mary Bollinger.
Kurz vor Montreux teilte uns Res Meyer mit, dass die zwei ãAusloserÒ, welche bereits am Samstag nach Montreux gefahren sind, für uns die Startnummer 15 (von 17) gezogen hätten und wir so um 14 Uhr an der Reihe seien. Um 10.30 Uhr sollten wir wieder beim Eingang vom Auditorium sein, da wir anschl. in das vorsorglich organisierte Schulzimmer noch etwas proben gehen würden.
So schauten wir uns etwas in der Halle um und überlegten, was wir in der Zwischenzeit machen sollten. War es gut, wenn man um 8.30 Uhr noch ãMitstreiterÒ anhören geht oder sollte man den Kopf lieber frei lassen?!
Diese Frage erübrigte sich relativ bald! Unser Dirigent sah zum grossen Glück, dass wir nicht erst um zwei Uhr dran waren, sondern unsere Ausloser auf dem Zeitplan bei der falschen Klasse die Nr. 15 angekreuzt hatten. So kam für einen kurzen Moment Hektik auf und wir trommelten alle Flaacher zusammen. Der eine oder andere hatte seinen Nachbarn nicht, doch zum Glück gibt es ja Handys und so konnten doch noch alle informiert werden, dass der Treffpunkt bereits um 9 Uhr vor dem Auditorium sei. Unsere Startzeit war um 12.21 Uhr.
Vor unserem Auftritt hatten wir genügend Zeit, uns in aller Ruhe nochmals musikalisch und auch geistig darauf vorzubereiten. Wir spielten nochmals das Teststück ãPyramidsÒ durch, stimmten uns aufeinander ein und nahmen uns Zeit für eine Gebetsgemeinschaft. Es tat gut, alles in Gottes Hand zu legen und IHM alles zu übergeben und zu wissen, dass ER bei uns war. Es war eindrücklich, was alles gebetet wurde und für mich persönlich war es schön zu spüren, dass wir in IHM als Einheit verbunden sind.
Wieder zurück im Auditorium verging die Zeit schnell und schon war es soweit und wir betraten die Bühne. Nach dem nicht ganz wunschgemässen, etwas nervösen Start gelang uns der 2. und 3. Satz (unserer Meinung nach) ganz gut und schön.
Wie schnell doch die 10 Minuten wieder vorbei waren und somit auch unser Auftritt in der Miles Davis Hall. Bis zur Rangverkündigung hatten wir nun Zeit, die Selbstwahlstücke der Höchstklassebands anzuhören, durch den Adventsmarkt in Montreux zu spazieren, die Zeit zu geniessen oder auch einfach um alte und neue Bekanntschaften zu pflegen.
Endlich war es soweit, die Präsidenten der 2. Klasse-Bands hatten ihren Aufmarsch und wir jubelten ãunseremÒ Peter Weber lauthals zu. Wie im letzten Jahr wurden wieder die ersten sechs Bands in umgekehrter Reihenfolge genannt. Waren wir wieder dabei?! Hatten wir den Geschmack der Jury getroffen?! Waren die positiven Echos von Zuhörern auch die Meinung der Jury?! Reichte es für einen Platz auf dem Treppchen? Die Spannung stieg. Doch in diesem Jahr reichte es nicht unter die ersten sechs Bands und so wussten wir erst beim Ausgang effektiv, welchen Rang wir belegten. Es war der 10. Rang von 17. Leicht enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg, wo Christian Bachmann uns u.a. die relativ kurz gehaltenen Jury-Berichte vorlas. Natürlich hatten wir uns mehr erhofft, doch eigentlich durften wir trotzdem zufrieden sein. Wir hatten eine super Vorbereitungszeit, konnten musikalisch viel lernen und profitieren und der Tag in Montreux war wieder ein besonderes Erlebnis.
Der grösste Dank nach diesem Tag gehört meiner Meinung nach unserem himmlischen Vater, der uns wohlbehalten nach Montreux und zurück geführt hat und uns auch die Möglichkeit gab, an diesem Ort Zeugnis für IHN zu sein.
Es war ein schöner, erlebnisreicher Tag und ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder am Wettbewerb in Montreux teilnehmen werden und wer weiss, vielleicht reicht es ja dann fürs Treppchen.
Susanne Ryser
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